Der Ausbildungsverein Chance Ausbildung Lippe e.V. (CAL) unterstützt seit 2005 mit dem besonderen System der Verbundausbildung junge Menschen auf ihrem Weg ins Berufsleben. 12 Auszubildende können sich in diesem Sommer wieder über eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung in lippischen Unternehmen freuen. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Initiatoren des Vereins – Kreis Lippe, Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe, Stadt Detmold und GILDE GmbH – fand jetzt eine feierliche Verabschiedung der Auszubildenden im SonVida in Detmold statt.
Gemeinsam mit Landrat Friedel Heuwinkel und Bürgermeister Rainer Heller ließen die Absolventen ihre drei Jahre der Ausbildung beim Verein Revue passieren und tauschten Erfahrungen aus. „In den Jahren ihrer Ausbildung haben unsere Absolventen viel gelernt. Auf hohem Ausbildungsstandard haben sie nicht nur fachliche Kenntnisse erworben, sondern auch gelernt, sich selbst zu organisieren und strukturiert auf ein Ziel zuzuarbeiten“, weiß Svenja Böllert, Diplom Sozialpädagogin und zuständig für die Betreuung der Auszubildenden und Ausbilder. Die hohe Ausbildungsqualität sei dabei auch auf die gute Zusammenarbeit mit den einzelnen Kooperationsbetrieben zurückzuführen. „Das Lernen und die Arbeit haben sich für die 12 Auszubildenden ausgezahlt. Sieben wurden von ihren Ausbildungsbetrieben übernommen, eine hat außerhalb ihres Ausbildungsbetriebes eine Anstellung gefunden“, zieht Geschäftsführerin Dr. A. Heinrike Heil Bilanz. Drei Bürokauffrauen, eine Hotelfachfrau, eine Kauffrau für Tourismus und Freizeit, ein Chemikant, eine Restaurantfachfrau und eine Kauffrau für Bürokommunikation werden in Zukunft Lippes Wirtschaft unterstützen. Eine Einzelhandelskauffrau, eine Sport- und Fitnesskauffrau, eine Kauffrau für Tourismus und Freizeit sowie eine Maler- und Lackiererin sind noch auf Arbeitssuche.
Seit Gründung in 2005 sind bereits 34 von 62 Ausgebildeten direkt übernommen worden, obwohl keine Übernahmeverpflichtung bestand. Das entspricht einer Quote von rund 55%. Die Abbruchquote ist dagegen sehr niedrig: „In diesem Ausbildungsjahrgang gab es nur zwei Ausbildungsabbrüche“, so Ausbildungsbetreuerin Böllert. „Das gute Ergebnis ist auf das besondere System der Verbundausbildung zurückzuführen“, bekräftigt Bürgermeister Heller. „Die Auszubildenden erfahren eine stetige Begleitung und Unterstützung durch den Verein, und die Betriebe werden in puncto Administration entlastet, denn diese obliegt dem Verein“, nennt Heuwinkel nur einige wenige Vorteile des Ausbildungssystems.
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