Eine qualifizierte Ausbildung für junge Menschen sicherzustellen, ist eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen Aufgaben. Sie ermöglicht den Jugendlichen gute Chancen für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben und eröffnet ihnen den Weg sich im Wettbewerb zu behaupten. In diesem Jahr hat sich die Situation auf dem lippischen Ausbildungsmarkt leicht entspannt, dennoch findet längst nicht jeder einen Ausbildungsplatz. „Wir nehmen die Verantwortung zur Schaffung von Angeboten für die ‚unversorgten’ Jugendlichen gemeinsam mit dem Eigenbetrieb Schulen und den Berufskollegs sehr ernst“, betont Landrat Friedel Heuwinkel.
So konnten in den letzten fünf Jahren durch das Projekt „Erfolgreich in Ausbildung“ des Netzwerk Lippe jährlich mehr als 500 Hauptschüler beraten und konkret bei der Berufswahl unterstützt werden. „Die Übergangsquote von Hauptschülern in die betriebliche Ausbildung konnte dadurch stark verbessert werden“, berichtet Markus Rempe, Vorstandsvorsitzender der Lippe Bildung eG. Überhaupt ist der Übergang von der Schule in den Beruf nicht immer ganz einfach. Mit dem im Mai angelaufenen Projekt Jobstarter Connect werden Bewerber angesprochen, denen dieser Übergang erleichtert wird: Insbesondere sind das Jugendliche in ‚Warteschleifen’ oder Altbewerber, die keinen passenden Ausbildungsplatz finden. Die rund 280 Jugendlichen sollen Mithilfe von bundeseinheitlichen Ausbildungsbausteinen auf eine duale Ausbildung vorbereitet werden. „Durch die berufsorientierte Qualifizierung, können künftig mehr Jugendliche eine Ausbildung aufnehmen und stehen als Fachkräfte in der Region zur Verfügung“, unterstreicht Projektleiter Hans Böke vom Kreis Lippe.
Auch mit dem Verein Chance Ausbildung Lippe (CAL) hat der Kreis Lippe, in Kooperation mit der Stiftung Standortsicherung, der Stadt Detmold und der GILDE GmbH ein Verbundmodell geschaffen, in dem weitere Ausbildungsplätze geschaffen werden. Im letzten Jahr wurden 20 junge Menschen eingestellt und 14 Auszubildende haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. „Obwohl keine Übernahmepflicht besteht, konnten acht junge Leute direkt weiterbeschäftigt werden, was nur für die Arbeit des Vereins spricht“, informiert Landrat Friedel Heuwinkel. Im neuen Ausbildungsjahr wurden bereits 15 Azubis von CAL eingestellt.
Zudem haben Jugendliche, die keinen innerbetrieblichen Ausbildungsplatz bekommen, die Möglichkeit an den Berufskollegs des Kreises eine schulische Ausbildung zu absolvieren. Das breit gefächerte Angebot wird immer wieder um neue Bildungszweige erweitert.
Diese und weitere Maßnahmen, die der Kreis Lippe für eine verbesserte Ausbildungsrate unternimmt, dienen einem gemeinsamen Ziel: „Wir möchten allen jungen Menschen in Lippe, die ausgebildet werden möchte die Möglichkeit eröffnen, ein Ausbildungsplatzangebot zu erhalten“, resümiert Landrat Heuwinkel
Quelle: Pressestelle Kreis Lippe |