Verein

Ziel des gemeinnützigen Vereins ist es, Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Ausbildungsstelle zu bieten, die in einem regulären Auswahlverfahren nicht berücksichtigt wurden. Die Zielgruppen sind zudem auch junge (alleinerziehende) Eltern, die ihre Ausbildung in Teilzeit absolvieren müssen oder Auszubildende, die in ihrem aktuellen Ausbildungsbetrieb nicht weiter tätig sein können. Die Auszubildenden werden dann in Koopertaion mit Lippischen Betrieben, der Stadt Detmold oder dem Kreis Lippe ausgeblidet.

Das Ausbildungsmanagement des CAL e.V. koordiniert die Ausbildung und übernimmt die gesamte Administration. Der CAL e.V. führt die Vorstellungsgespräche gemeinsam mit den Betrieben, stellt die Auszubildenden ein, unterstützt die Ausbilder und die Auszubildenden, interveniert bei Konflikten und organisiert Seminare für die Azubis. Durch diese Organisation und die Unterstützung werden die Kooperationspartner entlastet und es wird ihnen somit erleichtert, einen zusätzlichen Ausbildungsplatz bereitzustellen.

Gründung

Die Situation auf dem lippischen Ausbildungsmarkt war im Jahr 2005 sehr angespannt. Über 1.000 junge Menschen in Lippe hatten keine Ausbildungsperspektive. Der Kreis Lippe, die Stiftung Standortsicherung sowie die Stadt Detmold und die GILDE GmbH haben die Initiative ergriffen und in Zusammenarbeit mit 19 privaten Unternehmen sowie Städten und Gemeinden am 20. Juni 2005 den Verein “Chance Ausbildung Lippe e.V.” gegründet, der in ganz Lippe zusätzliche Ausbildungsplätze über Verbundlösungen schaffen sollte.

Ergebnis

Von 285 eingestellten Auszubildenden haben von 2005 bis 2021 bereits 176 Auszubildende ihre Ausbildung erfolgreich beim CAL e.V. beendet. 153 junge Menschen (87%) konnten daraufhin unmittelbar eine Anstellung finden oder hatten für sich eine alternative Anschlussperspektive (erneuter Schulbesuch, Studium, Elternzeit, weitere Ausbildung, Auslandsaufenthalt etc.). Lediglich 34 Auszubildende (19%) haben sich direkt nach der Ausbildung erst einmal arbeitssuchend gemeldet. Über 20% der Auszubildenden ihre Ausbildung um ein halbes oder sogar ein Jahr verkürzen konnten!

Bereits im Januar 2021 haben drei Auszubildende des CAL e. V. ihre Abschlussprüfung zur Kauffrau für Büromanagement erfolgreich abgeschlossen – darunter auch eine alleinerziehende Mutter, die ihre Ausbildung in Teilzeit absolvierte. Alle drei Auszubildenden mündeten direkt in eine Anschlussbeschäftigung. Weitere sieben Auszubildende absolvierten bis Ende Juli ihre Abschlussprüfungen. Sie haben ebenfalls alle eine Anschlussperspektive.

Aus persönlichen bzw. aus gesundheitlichen Gründen mussten leider zwei Ausbildungsverhältnisse zu Ende April aufgelöst werden. Somit sind 9 Auszubildende, die 2020 in die Ausbildung mit dem CAL e. V. starteten, nach bestandener Probezeit mittlerweile gut in ihren Kooperationsbetrieben etabliert und haben das erste Ausbildungsjahr fast beendet.

Im März wurden in schriftlichen Wahlen Herr Frank Hilker (Bürgermeister Detmold) und Herr Mario Hecker (Bürgermeister Kalletal) in den Vorstand gewählt und ersetzen damit die von Amts wegen ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Herrn Rainer Heller (Bürgermeister aD Detmold) und Herrn Jürgen Schell (Bürgermeister aD Barntrup). Außerdem wurde Herr Frank Sievert als Nachfolger für Herrn Günter Vogt (beide VerbundVolksbank OWL eG) gewählt, da sich Herr Vogt in den Ruhestand verabschiedet hat. Herr Dr. Axel Lehmann übernahm nach einstimmiger Wahl den Vorsitz des Vorstandes.

Die Folgen der Corona Krise für den Ausbildungsmarkt sind beim CAL e. V. deutlich zu spüren: Für das Ausbildungsjahr 2021 wurden erst sehr spät und nur schleppend freie Stellen gemeldet, die jedoch dann durch eine Vielzahl noch unversorgter Bewerber zügig besetzt werden konnten.

Den aktuellen Jahresbericht für das Jahr 2020 finden Sie hier.

Der Verein in Zahlen

Seit der Vereinsgründung 2005 hat der Verein 285 Jugendliche eingestellt und diese in 49 unterschiedlichen Berufen ausgebildet (davon ca. 3/4 Industrie, 1/4 Handwerk). Die eingestellten Auszubildenden starteten Ihre Ausbildung mit unterschiedlichen Schulabschlüssen. Die Spanne reicht vom nicht vorhandenen Schulabschluss (1%) bis zum Abitur (16%). Vor allem in den letzten 5 Jahren zeigt sich hierbei eine Zunahme der Bewerber mit Hauptschulabschlüssen nach Kl. 9 und 10. 58 % der eingestellten Auszubildenden sind weiblich.  Insgesamt 53 Auszubildende mussten leider die Ausbildung seit 2005 frühzeitig aus verschiedenen Gründen (vor allem gesundheitliche Gründe, berufliche Um-/Neuorientierung) abbrechen. 19 Auszubildenden musste der CAL e.V. innerhalb der letzten sechzehn Jahre vor Beendigung der Ausbildung kündigen, da Sie sich nicht an die vertraglichen Vereinbarungen hielten.

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