Verein

Ziel des gemeinnützigen Vereins ist es, Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Ausbildungsstelle zu bieten, die in einem regulären Auswahlverfahren nicht berücksichtigt wurden. Die Zielgruppen sind zudem auch junge (alleinerziehende) Eltern, die ihre Ausbildung in Teilzeit absolvieren müssen oder Auszubildende, die in ihrem aktuellen Ausbildungsbetrieb nicht weiter tätig sein können. Die Auszubildenden werden dann in Koopertaion mit Lippischen Betrieben, der Stadt Detmold oder dem Kreis Lippe ausgeblidet.

Das Ausbildungsmanagement des CAL e.V. koordiniert die Ausbildung und übernimmt die gesamte Administration. Der CAL e.V. führt die Vorstellungsgespräche gemeinsam mit den Betrieben, stellt die Auszubildenden ein, unterstützt die Ausbilder und die Auszubildenden, interveniert bei Konflikten und organisiert Seminare für die Azubis. Durch diese Organisation und die Unterstützung werden die Kooperationspartner entlastet und es wird ihnen somit erleichtert, einen zusätzlichen Ausbildungsplatz bereitzustellen.

Gründung

Die Situation auf dem lippischen Ausbildungsmarkt war im Jahr 2005 sehr angespannt. Über 1.000 junge Menschen in Lippe hatten keine Ausbildungsperspektive. Der Kreis Lippe, die Stiftung Standortsicherung sowie die Stadt Detmold und die GILDE GmbH haben die Initiative ergriffen und in Zusammenarbeit mit 19 privaten Unternehmen sowie Städten und Gemeinden am 20. Juni 2005 den Verein „Chance Ausbildung Lippe e.V.“ gegründet, der in ganz Lippe zusätzliche Ausbildungsplätze über Verbundlösungen schaffen sollte.

Video

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Ergebnis

Von 232 eingestellten Auszubildenden haben von 2005 bis 2017 bereits 146 Auszubildende ihre Ausbildung erfolgreich beim CAL e.V. beendet. 104 junge Menschen (71%) konnten daraufhin unmittelbar eine Anstellung finden. Der größte Teil (66%)  fand eine Beschäftigung in der Privatwirtschaft, 1/3 (30% ) wurde bei einem öffentlichen Arbeitgeber eingestellt und 4% wurden von anderen Arbeitgebern (Stiftung, e.V., eG usw.) übernommen. Lediglich 29 Auszubildende (20%) haben sich direkt nach der Ausbildung erst einmal arbeitssuchend gemeldet. Drei Auszubildende gingen nach Beendigung der Ausbildung in Elternzeit, sechs begannen ein Studium und zwei gingen ins Ausland, drei Azubis gingen nochmals zur Schule um einen höheren Schulabschluss zu erreichen. Ein Auszubildender startete eine erneute Ausbildung in einem anderen Berufsbild und zwei Auszubildende machten sich selbstständig. Besonders hervorzuheben ist, dass über 17% der Auszubildenden ihre Ausbildung um ein halbes oder sogar ein Jahr verkürzen konnten!
Neben den regulär eingestellten Auszubildenden wurde im letzten Jahr unterjährig eine Auszubildende aufgenommen, die ihre Ausbildung im ersten Ausbildungsbetrieb aus nicht zumutbaren Gründen nicht beenden konnte. Aufgrund einer Insolvenz mussten 2017 zwei Auszubildende des CAL e.V. in einen neu akquirierten Ausbildungsbetrieb eingegliedert werden. Ein weiterer Auszubildender wurde im Rahmen der Insolvenz ebenfalls in einem neuen Ausbildungsbetrieb als Notfall übernommen. Eine Auszubildende des Jahrgangs 2014, die langzeiterkrankt war, konnte im Rahmen einer betrieblichen Wiedereingliederung die Ausbildung fortführen und wird im Sommer 2018 ihre Abschlussprüfung absolvieren.

2017 hatte der CAL e.V. 37 ausbildende Mitglieder und 20 Fördermitglieder, die die Arbeit des Vereins finanziell unterstützen.

Am 11. April 2018 präsentierte der CAL e.V. seinen aktuellen Jahresbericht dem Vorstand und den Mitgliedern des Vereins. Im Jahresbericht stellt der Verein Chance Ausbildung Lippe seine Tätigkeit des Berichtsjahres vor, gibt einen kurzen Überblick über die Lage am Ausbildungsmarkt und einen Ausblick in die weiteren Vereinsaufgaben. Auch der letzte Jahresabschluss ist hier veröffentlicht.

Der Verein in Zahlen

Seit der Vereinsgründung 2005 hat der Verein 232 Jugendliche eingestellt und diese in 44 unterschiedlichen Berufen ausgebildet (davon ca. 3/4 Industrie, 1/4 Handwerk). Die eingestellten Auszubildenden starteten Ihre Ausbildung mit unterschiedlichen Schulabschlüssen. Die Spanne reicht vom nicht vorhandenen Schulabschluss (1%) bis zum Abitur (14%). Vor allem in den letzten 5 Jahren zeigt sich hierbei eine Zunahme der Bewerber mit Hauptschulabschlüssen nach Kl. 9 und 10. 60 % der eingestellten Auszubildenden sind weiblich und 34 % haben einen Zuwanderungshintergrund.  Insgesamt 42 Auszubildende mussten leider die Ausbildung seit 2005 frühzeitig aus verschiedenen Gründen (vor allem gesundheitliche Gründe, berufliche Um-/Neuorientierung) abbrechen. Vierzehn Auszubildenden musste der CAL e.V. innerhalb der letzten zwölf Jahre vor Beendigung der Ausbildung kündigen, da Sie sich leider nicht an die vertraglichen Vereinbarungen hielten.